Maschinen sicher und effizient aus der Ferne warten

Fällt heutzu­tage eine Indus­triemas­chine aus oder muss gewartet wer­den, rückt in der Regel noch der Kun­den­di­enst des Her­stellers an, um sie vor Ort zu prüfen und eine Diag­nose zu stellen. Das frisst wertvolle Zeit und ist – ger­ade bei inter­na­tionalen Ein­sätzen – recht kost­spielig. In der ver­net­zten Indus­trie 4.0 lässt sich das effizien­ter leis­ten. Möglich machen dies IoT-Verbindun­gen, die nicht nur die dig­i­tale Steuerung der gesamten Pro­duk­tions­kette erlauben, son­dern auch, Maschi­nen aus der Ferne zu warten – Remote Main­te­nance.

 

Maßgeschneiderte Services

Schon heute sind solche Remote-Tech­nolo­gien im Ein­satz. Allein Siemens zum Beispiel analysiert und wartet so rund 250.000 Anla­gen und Sys­teme weltweit, von Rönt­gengeräten über Züge bis hin zu Indus­triean­la­gen – teils sog­ar mobil, von Lap­tops, Tablets oder Smart­phones.

Das Spek­trum von Remote Main­te­nance ist bre­it. Dazu gehören unter anderem:

  • Sup­port, zum Beispiel bei Fra­gen zur Bedi­enung
  • schnelle Behe­bung von Fehlern und Kon­fig­u­ra­tionsprob­le­men
  • Überwachung des Betrieb­szu­s­tands von Anla­gen
  • Instand­hal­tung von Maschi­nen und Anla­gen, zum Beispiel durch Firmware-Updates
  • Analy­sen für Prozes­sop­ti­mierun­gen.

Auch die Pla­nung der Wartung lässt sich in der Indus­trie 4.0 durch Remote Ser­vice opti­mieren. Maschi­nen und Sen­soren liefern allzeit Dat­en, die Zus­tands- und Tren­d­analy­sen ermöglichen, um Fehler vorher­sagen und sie qua­si schon zu beheben, bevor sie auftreten. Pre­dic­tive Main­te­nance – diese vorauss­chauende Instand­hal­tung – min­imiert Aus­fal­lzeit­en und opti­miert die Ver­füg­barkeit der Geräte.

Ein sicherer Draht zu allen Maschinen

Für die Fer­n­wartung einzel­ner Kom­po­nen­ten lässt sich die Sicher­heit der Verbindun­gen und Zugriffe noch rel­a­tiv gut gewährleis­ten. In umfassend ver­net­zten Infra­struk­turen, in denen Maschi­nen untere­inan­der und zudem mit Arbeit­splätzen, Lap­tops und mehr ver­bun­den sind, ist der Zugriff von außen jedoch ein umso größeres poten­zielles Ein­fall­stor für Angreifer und Schad­pro­gramme wie Exploits. Die neuen Möglichkeit­en der Indus­trie 4.0 auf­grund eventueller Gefährdun­gen aber ungenutzt zu lassen, kostet bares Geld und Ressourcen.

Ansätze für sichere Remote Ser­vices sind zen­trale Fernzu­griff­s­lö­sun­gen und sichere Prozesse sowie Quar­an­täne­zo­nen von Anti-Viren-Soft­ware und zuver­läs­sig ver­schlüs­selte Secu­ri­ty Lap­tops. In dieser Hin­sicht kommt der Sicher­heit der Fer­n­wartung und der grund­sät­zlichen Cyber­se­cu­ri­ty Secu­ri­ty eine eben­so große Rolle zu wie der Pro­duk­t­sicher­heit. Denn auch wenn Pro­duk­te sich­er designt und in geschützten Umge­bun­gen hergestellt wer­den – beim unsicheren Zugriff von außen ist der Schutz dahin.

 

Mit ganzheitlichen Sicherheitskonzepten Risiken managen

Um den Überblick zu behal­ten, benöti­gen IT-Ver­ant­wortliche heute schon ein stetes Mon­i­tor­ing ihrer IoT-Land­schaft, um schnell reagieren zu kön­nen, wenn sich etwas an IoT-Kom­po­nen­ten oder der Sicher­heit­slage verän­dert. Von immer größer­er Bedeu­tung wer­den zudem umfassende Sicher­heit­skonzepte, die alle ver­schiede­nen poten­ziellen Sicher­heit­srisiken in der Indus­trie 4.0 berück­sichti­gen und man­a­gen.

UL hat daher das Cyber­se­cu­ri­ty Assur­ance Pro­gram (UL CAP) entwick­elt. Es nutzt stan­dar­d­isierte Prüfkri­te­rien, um Soft­ware-Schwach­stellen ver­lässlich aufzudeck­en und zu beurteilen. Das hil­ft Exploits zu reduzieren, bekan­nte Mal­ware zu bekämpfen, die Sicher­heit­skon­trollen zu erweit­ern und das Sicher­heits­be­wusst­sein zu steigern. Dafür testen UL Inge­nieure fort­laufend neue IoT-Pro­duk­te und -Sys­teme und forschen an Prozessen, die Schwach­stellen effizient beseit­i­gen. Das Pro­gramm set­zt auf die UL 2900 Nor­men­rei­he, die mith­il­fe von Vertretern aus Regierun­gen, Uni­ver­sitäten und Indus­trie entwick­elt wurde, und baut auf der langjähri­gen Exper­tise von UL in den Bere­ichen Sicher­heit, Norme­nen­twick­lung, Prü­fung und Zer­ti­fizierung auf.

Zukün­ftig ist die Ein­hal­tung solch präzis­er Sicher­heits­stan­dards und -prozesse essen­tiell, um langfristiges Ver­trauen in Fer­n­wartungslö­sun­gen zu schaf­fen und sie zuver­läs­sig und gewinnbrin­gend in Industrie-4.0-Systeme zu inte­gri­eren.

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