Erfolgreiche IoT-Kommunikation braucht interoperable Systeme und Standardisierung

Der Mehrw­ert ver­net­zter Maschi­nen in der Indus­trie 4.0 basiert maßge­blich auf ihrer Inter­op­er­abil­ität. Sprich: auf der Fähigkeit, naht­los zusam­men­zuar­beit­en, Infor­ma­tio­nen und Dat­en automa­tisiert aus­tauschen und sich gegen­seit­ig Dien­ste zur Ver­fü­gung zu stellen – und das über unter­schiedliche Branchen- und Län­der­gren­zen hin­weg, alles miteinan­der ver­net­zt.

Möglich wird diese inter­op­er­a­ble Zusam­me­nar­beit durch ein­heitliche Stan­dards, die Geräte leicht inte­grier­bar machen. Die heutige Sit­u­a­tion beste­ht aus über 150 Stan­dards und den entsprechen­den Organ­i­sa­tio­nen, die Stan­dards entwick­eln. Das ist die größte Her­aus­forderung, mit der die Indus­trie und das Busi­ness derzeit beschäftigt ist. Wie kann der soge­nan­nte Office Shop (IT) mit dem Floor Shop (OT) effek­tiv ver­schmolzen wer­den, um eine sou­veräne Kom­mu­nika­tion zu ermöglichen. Die cyber-physis­chen Sys­teme müssen alle Branchen quer verbinden.

Kommt die universelle Plug-and-Play-Lösung?

Auf Basis ein­heitlich­er Stan­dards ließe sich eine uni­verselle Plug-and-Play-Lösung real­isieren, wie es beispiel­sweise bei Com­put­ern durch Stan­dards wie USB der Fall ist. Pro­duzierende Unternehmen kön­nten so Fer­ti­gungslin­ien erricht­en, in denen die Maschi­nen unter­schiedlich­er Her­steller automa­tisch miteinan­der und mit dem über­ge­ord­neten IT-Sys­tem ver­bun­den wer­den kön­nen. Ganz ohne manuelle Kon­fig­u­ra­tio­nen. Das spart Zeit, Geld und Ner­ven bei der Inbe­trieb­nahme.

Auf­grund dieser Kom­plex­ität erscheint eine der­ar­tige Plug-and-Play-Lösung in naher Zukun­ft jedoch nicht in Sicht. Die Entwick­lung und Imple­men­tierung ein­heitlich­er Stan­dards bleibt die höch­ste Pri­or­ität. Entsprechend gehört die man­gel­nde Inter­op­er­abil­ität von Kom­po­nen­ten zu den wesentlichen Hemm­nis­sen bei der Umset­zung von „Indus­trie 4.0“. Ver­schiedene Her­steller nutzen eigene Pro­tokolle und unter­schiedliche IoT-Plat­tfor­men. Um sich nicht von einem Anbi­eter abhängig zu machen – Stich­wort: Ven­dor-Lock-in –, zögern viele Unternehmen, IoT-Prozesse über alle Indus­triean­la­gen zu imple­men­tieren.

Gemein­sam mit dem Part­ner IABG wird auch UL in Zukun­ft zum The­ma Inter­op­er­abil­ität aktiv beitra­gen. Hin­sichtlich der Kom­pat­i­bil­ität von Hard­ware forscht UL zudem zur elek­tro­mag­netis­chen Verträglichkeit von Geräten, damit diese nicht durch unge­wollte elek­trische oder elek­tro­mag­netis­che Effek­te bee­in­flusst wer­den. Auch das ist entschei­dend für eine sta­bile Kom­mu­nika­tion in ver­net­zten Sys­te­men, wie beispiel­sweise Con­nect­ed Cars. In seinem Test­la­bor prüft UL die elek­tro­mag­netis­che Verträglichkeit für Fahrzeu­gaus­rüs­tung, elek­trische Sys­teme, draht­lose Kom­mu­nika­tion und Inter­op­er­abil­itätsverbindun­gen, und testet beispiel­weise die Inter­op­er­abil­ität von Smart­phones mit Enter­tain­ment- und Nav­i­ga­tion­ssys­te­men im Fahrzeug.

Erst wenn es gelingt, branchenüber­greifende Stan­dards für Kom­po­nen­ten, Maschi­nen und Anla­gen zu entwick­eln, wird das Konzept der Indus­trie 4.0 voll­ständig real­isiert sein. Diese Stan­dards wer­den sich aber nur durch­set­zen, wenn alle an einem Strang ziehen, sie gemein­sam entwick­elt und gefördert wer­den.

 

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